Donnerstag, 4. Mai 2017

Hommage an die Milch: Milchwölkchen mit Zwieback und Rhabarber

[Reklame] Ganz schön aufgeregt war ich, als ich vor ein paar Wochen in die S-Bahn stieg und mich auf den Weg zu meinem ersten Supperclub machte. Uwe von Highfoodality lud zum Milchdinner in seinen vier Wänden ein. Schon lange bewundere ich Uwes wunderschöne, kulinarischen Highlights im Netz und freute mich um so mehr, dass ich die Kunstwerke nun auch probieren durfte. Nach der Einladung spionierte ich natürlich erstmal, was ich mir unter einem Supperclub vorstellen kann und las den Bericht über Uwes erste Veranstaltung, der meine Vorfreude nur noch steigerte (hier). Wie schon gesagt, drehte sich bei Uwes zweiten Supperclub nun alles um die Milch. Insgesamt neun Gänge wurden serviert - natürlich nicht nur mir, sondern auch noch fünf weiteren Gästen. Neben Vertretern der Landesvereinigung für bayerische Milchwirtschaft  bereicherten Silvia von "Die Hauswirtschafterei",  Jens von Blog "gekleckert", Conny von "Seelenschmeichelei", und Amelie von "kunterbuntweissblau"den Abend - eine richtige "Foodierunde" bei der es natürlich die ganze Zeit nur um's Essen ging!







Der Abend startete mit meinem Blick auf die große Speisekarte. Auf einer Tafel begrüßten uns alle Zutaten, die an dem Abend auf unseren Tisch wandern würden. Blutorange, Lauch, Miso, Buttermilch, Trüffel, Ente, Milch, Honig und viele mehr. Mein Highlight waren mit Eigelb gefüllte Ravioli mit Trüffel, Speck und Remoulade. Beim Anstechen der Ravioli floss dann das Eigelb auf den  Teller. Wirklich beeindruckend! Was genau Uwe sonst noch alles für uns gezaubert hat, lest ihr am besten in seinem Bericht nach (hier). Dort könnt ihr natürlich auch Bilder der schicken Kreationen bewundern. Da der Abend nun so inspirierend war, geht das Milchdinner virtuel in seine zweite Runde. Alle Gäste haben sich ein wunderbare Rezept, rund um die Milch überlegt und diese bereits in den vergangen Wochen veröffentlicht. Den Anfang machte Amelie mit einem eingelegter Rhabarber, Spargel, Ziegenkäse und Bärlauch. Als Zwischengang gabe es Wildkräuter-Schaumsüppchen von Silvia und Blumenkohl Panna Cotta von Jens. Letzte Woche servierte Conny dann Kabeljau mit Erbsenpüree und Buttermilchschaum und heute darf ich das Milchmenü mit meinen Milchwölkchen vollenden.







Ich muss gestehen, dass ich recht lange überlegt habe, was ich als Abschluss des Milchdinners servieren kann. Bei Milch denkt man natürlich erst an die Klassiker wie Pudding, Eis, Milchreis oder Griesbrei. Da ich keinen Tiefkühler oder eine Eismaschine habe, fiel das Eis leider schon aus. Die anderen Varianten erschienen mir nach solch einem umfangreichen Dinner als zu schwer. Leicht sollte es sein, den Frühling begrüßen - ein Wölkchen! Passend zur Saison wanderte noch Rhabarber in den Einkaufskorb und eine Packung Zwieback. Im Gegensatz zu anderem Gebäck ist er wenig süß und harmoniert für mich perfekt mit Milch. Die Wölkchen sind denkbar einfach in der Zubereitung. Im Grund genommen ist es nur Eiweiß mit Zucker, dass in einer Vanillemilch gegart wird. Der Zwieback wird ebenfalls in Milch gebadet und dann im Ofen nochmal von einer Seite knusprig gebacken. So erinnert er ein bisschen an French Toast. Den Rhabarber habe ich ebenfalls im Ofen zubereitet. Kombiniert mit Rote Bete, Muskat und Zucker, bekommt er ein tolles Aroma und behält auch seine Form. Zugegeben, der schwerste Teil war für mich dann das Anrichten. Voller Tatendrang wollte ich den anderen Bloggern nacheifern und ein kleines Kunstwerk auf den Tellern zaubern. Wie man sieht, fehlt mir dafür aber definitv noch die Übung. Nichts destotrotz ist es ein einfaches, leichtes Dessert, mit dem ihr euren Gästen eine Freunde machen könnt und eins könnt ihr mir glauben - egal wieviele Gänge serviert wurden: Ein Milch-Wölkchen geht immer!







Milchwölkchen mit Zwieback und Rhabarber


Zutaten

Für 2 Portionen

3 EL Puderzucker
wenig Rote Bete Saft

1 Stängel Rhabarber
3 EL Rote Bete Saft
2 EL Vollrohrzucker
1 Prise Muskatnuss

2 Eiweiß
1 Prise Salz
1 1/2 EL Vollrohrzucker
1 Vanilleschote
500ml Vollmilch

2 Zwieback
etwas Milch

1 EL Puderzucker
etwas Rote Bete Saft

etwas Zitronenthymian


Zubereitung

Am Tag zuvor Puderzucker und Rote Bete Saft zu einem dickflüssigen Zuckerguss verrühren. Mit einem Pinsel oder einem Löffel dünn auf einen Teller streichen und trocknen lassen. Am nächsten Tag mit einem Messer abkratzen und beiseite stellen.

Den Rhabarber waschen, etwas vom unteren und oberen Teil abschneiden und den Rest des Stängels in vier gleich große Stücke schneiden. Den Rhabarber in eine Auflaufform legen. Saft, Zucker und Muskatnuss darüber geben. Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und das Ganze für 20min garen.

Den Zwieback von beiden Seiten für etwa 10 Sekunden in Milch eintauchen. Danach im Ofen bei ebenfalls 200°C Umluft für 10min backen.

Das Eiweiß cremig schlagen. Zucker und Salz hinzugeben und weiter rühren, bis es sehr steif wird. Milch mit dem Mark der Vanilleschote aufkochen und vom Herd nehmen. Kleine Nocken vom Eiweiß abstechen und in die Milch geben. Die Wölkchen offen ziehen lassen, nach drei Minuten vorsichtig umdrehen und weitere 3min garen.

Vor dem Anrichten einen dickfüssigen Zuckerguss mit dem restlichen Puderzucker und Saft anrühren. Den Teller damit bepinseln. Rhabarbar, Zwieback und die Wölchen darauf platzieren. Zum Schluss die Rote Bete Zuckerstreusel und etwas Zitronenthymian darüber geben.





[Reklame] Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der Landesvereinigung für bayerische Milchwirtschaft entstanden.

1 Kommentar:

  1. Sieht richtig lecker aus! Wie machst du deine Bilder Ina? Also mit welcher Kamera?

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